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Backnang hat fast schon aufgegeben

Gaben in Bremen erneut alles: A-Team der TSG (cb) Für die Lateintänzer der TSG Backnang ist der Traum vom Verbleib in der Ersten Bundesliga wahrscheinlich zu Ende. Nach dem erneuten Platz sieben der Formation in Bremen ist der Nichtabstieg nur noch rechnerisch möglich. Daran glaubt bei der TSG aber keiner mehr.

Cheftrainer Fikret Bilge richtet den Blick bereits wieder nach vorne. Das aber durchaus kritisch. „Die Fehler der vergangenen Saison müssen aufgearbeitet werden“, verlangt der enttäuschte Bilge.

Eigentlich begann das Turnier gut für die Murrtaler. Mit guter Stimmung im Gepäck ging es zur Konkurrenz nach Bremen. Das Ziel Ligaverbleib immer im Blick. Dies förderte auch den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Der Teamgeist stimmt“, bescheinigte auch Trainerin Anita Pocz. Trotz dieser Voraussetzungen gelang es in der Vorrunde nicht, das Wertungsgericht zu überzeugen. Wie bei den vergangenen Turnieren reichte es nur zum kleinen Finale. In dieses mussten ebenfalls der GGC Bremen und der Aachener TSC. Das Ziel Platz sechs war somit noch möglich.

Doch auch im kleinen Finale wurde jegliche Hoffnung schnell zerstört. Zwar passierten kaum individuelle Fehler, die Konkurrenz aus Bremen hatte aber ebenfalls keine Schwachstellen. So war klar, dass die Wertungsrichter ihrem Schema treu bleiben würden. Lediglich einer der sieben Wertungsrichter sah die TSG auf Rang sechs. Somit landeten die Backnanger Tänzer bereits zum dritten Mal auf dem siebten Platz. „Das ist gleichzusetzen mit dem Abstieg“, erklärt ein ratloser Bilge. Auf dem letzten Rang landete erneut der Aachener TSC.

In der vorderen Tabellenhälfte gab es dagegen eine Überraschung. Die bis dahin immer auf Rang drei gelandete FG Aachen/Düsseldorf konnte sich am TSZ Velbert vorbei schieben und den zweiten Platz ertanzen. Dominiert wurde das Turniergeschehen erneut vom GGC Bremen A. Die Mannschaft von Roberto Albanese überzeugte alle sieben Wertungsrichter, und holte sich erneut den Titel.

Aus Backnanger Sicht heißt es nun, die Fehler der Saison aufzuarbeiten. Laut Trainer Bilge wäre die jetzige Form vor drei Monaten nötig gewesen. Wäre diese Leistung bereits bei der deutschen Meisterschaft gezeigt worden, wäre diese Saison anders verlaufen. „Damals hatten wir noch die Chance auf Rang fünf“, bedauert Bilge. Bei den zwei noch ausstehenden Turnieren am 26. Februar in Velbert und am 12. März in Düren heißt es für die Formation aus dem Murrtal nun, sich würdig aus der Ersten Bundesliga zu verabschieden. Außerdem: Auch wenn an Wunder eigentlich niemand mehr in Backnang glaubt, hoffen darf man ja.

TSG Backnang: Allerborn/Knöll, Bodemer/Ehleiter, Tausch/Pflichthofer, Mayer/Geser, Lang/Porkert, Fackelmann/Bolkart, Guske/Kübler, Mik/Herceg.

Christian Breiner - 15.2.2011


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