Lateinpaare überzeugen bei TBW Trophy
(cb) Ungewiss starteten Ralf Bläsing / Jasmin Khalil in das Turniergeschehen der Hauptgruppe D-Latein. Gesundheitsbedingt verlief die Vorbereitung für das Paar nicht zufriedenstellend. Ihre Leistung konnten sie deswegen nicht richtig einschätzen. Diese Unsicherheit begleitete sie den gesamten Turniertag. Auch für Florian Merz / Ines Pöllmann, die an diesem Wochenende ihr erstes Turnier tanzten, war der Start mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Sie konnten sich nur schwer an die große Anzahl der Paare gewöhnen.Dadurch gestaltete es sich für das unerfahrene Paar sehr schwierig die gewöhnliche Leistung abzurufen.Sichtlich nervös gingen Bläsing / Khalil in die Vorrunde. Auf der kleinen Fläche mussten gleichzeitig acht Paare ran. Dies verunsicherte die Murrtaler zusätzlich. Trotz einiger Zusammenstöße zeigten sie eine gute Show. Mit alle 15 Qualifikationskreuzen gelang der Einzug in die nächste Runde. Für Merz / Pöllmann war dagegen nach der Vorrunde bereits Schluss. Dieses Ergebnis war vorerst etwas enttäuschend. Platz 25-27 war das Result.
Für die 1. Zwischenrunde qualifizierten sich 24 der 41 gestarteten Paare. Merz / Pöllmann fehlte hierzu lediglich 1 Qualifikationskreuz. Wieder mussten sich die TSGler Bläsing / Khalil mit acht Paaren in jeder Runde messen. Somit hatten sie weiterhin mit Zusammenstößen zu kämpfen, was die Backnanger aber sichtlich weniger beeinflusste. Schließlich konnte die Leistung gegenüber der Vorrunde gesteigert werden. Mit weiteren 12 Paaren gelang der Einzug ins Semifinale.
Hier gelangen im Cha Cha Cha und Jive noch einmal deutliche Steigerungen. Jedoch hatten die jungen Tänzer einige Probleme in der Rumba. Hier machte sich die Nervosität und der Trainingsrückstand erneut bemerkbar. Dies sahen auch die Wertungsrichter und vergaben für diesen Tanz keine Qualifikationskreuze. Schlussendlich fehlten diese Kreuze für das weiterkommen. Am Ende hieß es dennoch Platz 10.
Am Folgetag gingen Bläsing/Khalil somit gelassener in das Turnier. Auch Merz / Pöllmann wollten es noch einmal wissen. Mit ihnen kämpften 27 Paare um den Titel. In allen Tänzen konnten Bläsing / Khalil durch die tanztypischen Elemente überzeugen, sodass alle 15 Qualifikationskreuze nicht verwunderlich waren. Auch Merz / Pöllmann gelang der Sprung in die 1.Zwischenrunde.
Für die erste Zwischenrunde qualifizierten sich 18 Paare. Hier zeigte das TSG Paar Bläsing / Khalil, das es einen guten Tag erwischt hatte. Den Problemtanz Rumba präsentierten sie sauber und sehr gefühlvoll. Auch die Leistung in den anderen beiden Tänzen konnte sich sehen lassen. Zufrieden konnte auch Merz / Pöllmann sein. Mit dem 18.Platz gelang eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag.
Aufgrund einer Unachtsamkeit verpassten die Tänzer Bläsing / Khalil den Aufruf für das Finale. Also mussten sie sich bei einem Wertungsrichter erkundigen, ob sie auf seiner Startliste sind. Dieser lachte und gab den beiden zu verstehen, dass ihn alles andere sehr überrascht hätte. Durch diese Aussage ermutigt, gaben die beiden im Finale noch einmal alles.
Den Cha Cha Cha präsentierten sie schnell und sauber. Dies brachte ihnen dieselbe Wertung wie dem Freiburger Paar Schmidt/Brücher. Beide Paare kämpften somit um den Turniersieg. Ehrgeizig wollten die Backnanger kein weiteres Unentschieden in Kauf nehmen. Diese Mühe lohnte sich. Knapp gewannen sie die Rumba vor dem Freiburger Paar. Den Jive versuchten sie noch einmal rhythmisch sowie tanztypisch locker und spritzig zu tanzen. Mit der gleichen Wertung wie zuvor gewannen sie auch den letzten Tanz. Der Turniersieg war somit sicher. Damit ist der Aufstieg in die C-Klasse fast perfekt. Lediglich einer der benötigten 100 Aufstiegspunkte fehlt.
An beiden Tagen mit dabei waren auch Julian Allerborn / Anna-Sophia Ehleiter in der Hauptgruppe B-Latein. Nach einem Partnerwechsel tanzen Allerborn / Ehleiter erst seit November für die TSG zusammen. Der Auftritt in Karlsruhe war somit das erste gemeinsame Turnier. Ungewiss und leicht nervös starteten die Backanger in die Vorrunde mit der Samba. Auch sie hatten Probleme mit der kleinen Flächen. Kleinere Unsicherheiten und Fehler schlichen sich ein.
In der Zwischenrunde gelang es den beiden Backnangern sich deutlich zu steigern. Besonders durch dynamisch und rhythmisch sauberes Tanzen gelang es die Wertungsrichter von sich zu überzeugen. Problemlos qualifizierten sie sich für das Halbfinale. Auch dort bestätigten sie ihren Aufwärtstrend und konnten sich im Vergleich zur Zwischenrunde noch einmal steigern.
Bei den meisten Finalteilnehmern machten sich nun die Anstrengungen der letzten Stunden bemerkbar. Nicht jedoch bei den beiden Backnangern, die pünktlich zum Finale die beste Leistung des Abends zeigten. Rhythmisch sauber vertanzten die beiden Backnanger die anspruchsvollen Samba Schrittfolgen und erhielten dafür bei der offenen Wertung von fast allen Wertungsrichtern den ersten Platz. Dank einer guten Technik gelang es im Cha Cha Cha den ersten Platz zu verteidigen und alle Wertungsrichter zu überzeugen. Den Sieg zum greifen nahe tanzten die beiden Backnanger eine gefühlvolle Rumba, in der sie sich besonders durch schnelle Drehungen vom Rest des Feldes abhoben und sich wieder den ersten Platz mit allen Einsen sicherten. Präzise und ausdrucksstark präsentierten sich Allerborn / Ehleiter auch beim vierten Tanz dem Paso Doble und bestätigten den Eindruck des gesamten Turnierabends. Einstimmig erfolgte die Wertung auf den ersten Platz. Diesen sicherten sie sich ebenfalls im Jive, was gleichzeitig das Endergebnis war.
Am nächsten Tag mussten nur noch sechs Paare gleichzeitig auf die Fläche. Dies sorgte bei den meisten Teilnehmern für Erleichterung. Als Favorit begannen Allerborn / Ehleiter an diesem Tag das Turnier. Bereits bei der Samba zeigten sich die Backnanger sicher und selbstbewusst. Auch das Publikum schien sich an den gestrigen Tag zu erinnern und feuerte das TSG-Paar an. Ungefährdet tanzten sich die beiden Backnanger durch die Vor- und anschließenden beiden Zwischenrunden wieder bis ins Finale.
Bereits in der Samba machten sich die Strapazen des gestrigen Tages bemerkbar. Mit einer knappen Wertung belegten sie lediglich Platz zwei. So leicht wollten sie sich nicht geschlagen geben und gingen hoch konzentriert in den Cha Cha Cha. Aber auch hier reichte es nur zu einem zweiten Platz. Nach einer tänzerisch perfekten Rumba gelang es den beiden die Wertungsrichter von sich zu überzeugen. Knapp gelang der Sprung auf den ersten Platz. Auch im Paso Doble riefen die beiden Backnanger ihr gesamtes Potential ab und belegten mit einem hauchdünnen Vorsprung den ersten Platz. Dynamisch und sehr ausdrucksstark kämpften Allerborn / Ehleiter um den Sieg. Vier Wertungsrichter sahen sie danach auf Platz 1. Der Turniersieg war somit geschafft.
Christian Breiner - 24.04.2009

