Leistungen okay, die Wertungen nicht
(cb) – Gute Platzierungen und zum Teil umstrittene Wertungen gab’s für die Backnanger Standardtänzer bei Turnieren in Karlsruhe und München. Trotzdem gab’s Plätze auf dem Podest.
Zuerst musste in Karlsruhe das SeniorenI-B-Paar Thomas und Jasmin Kienzle an den Start. Gegen sieben weitere Paare qualifizierten sie sich in der Vorrunde fürs Finale. Dort hatten die Kienzles aber leichte Probleme. Dies blieb den Wertungsrichtern nicht verborgen. Dem TSG-Duo reichte es zu Platz fünf, und es blickt nun zuversichtlich auf die anstehende Landesmeisterschaft am 21. Februar in Freiberg am Neckar.
Beim SeniorenIII-B-Paar Helmut und Ursula List ging’s anfangs etwas hektisch zu. Die Turnierleitung hatte den Start 15 Minuten vorverlegt. Dadurch fiel das Eintanzen flach. Auf kam dafür Nervosität. In der Vorrunde gab’s mit anderen Paaren mehrere Zusammenstöße, die aber glimpflich verliefen. Die Wertungsrichter sahen die Backnanger auf Platz zwei. Im Finale festigten die Murrtaler ihre Leistungen. Im Langsamen Walzer und im Tango bekam das TSG Paar einige Einser. Bei den restlichen Tänzen wurden sie trotz leichter Konditionsschwächen souverän Zweiter. Damit hatten sich List/List ein weiteres Mal einen Platz auf dem Podest ertanzt.
Gleich zwei Turniere bestritten Birgit und Manfred Haerer in München. Mit den Leistungen waren sie jeweils zufrieden. In Unterhaching verbuchte das TSG-Duo bereits beim Langsamen Walzer viermal die Bestnote. Beim Tango überzeugten die Backnanger die Wertungsrichter ebenfalls. Auch die restlichen drei Tänze wurden gewonnen. Zwar gaben die Haerers im Slow Foxtrott zwei Einsen ab, aber zum verdienten Sieg reichte es allemal.
Tags darauf ging’s nach Karlsfeld. Dort starteten unter anderem die mehrfachen bayerischen Meister Roland Lein und Dr. Karin Anton (Würzburg). Problemlos erreichten die Haerers das Finale der sechs besten Paare. Dort erlebten sie aber eine unliebsame Überraschung. Sie belegten trotz guter Leistung nur Rang vier. Sieger wurde ein Paar, das tags zuvor noch klar hinter dem TSG-Duo gelegen hatte. Zweiter wurden die Lokalmatadoren Günter und Marion Färber, Rang drei gab’s für die mehrmaligen bayerischen Meister, die wie die Backnanger sichtlich frustriert waren. Ein Wertungsrichter vom Vortag, welcher als Zuschauer anwesend war, verlies sogar die Veranstaltung. Mit den Worten: "Sind sie mir nicht böse, aber was hier gewertet wird, möchte ich mir nicht noch weiter anschauen“, verabschiedete er sich von den Backnangern.

