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Deutsche Meisterschaft 2008

(cb) Bremen – Die TSG Backnang ertanzte sich den Respekt der Fans und Kontrahenten. Zufrieden schaut man somit bei der Tanzsportabteilung in die Zukunft. Die Angst der 1.Bundesliga wurde den Tänzern genommen. Deutscher Meister der Lateinformationen wurde der GGC Bremen vor dem Team aus Velbert.
   


Begeistert waren 7500 Zuschauer im AWD Dome am Wochenende von der gezeigten Leistung. Grund hierfür war nicht ein Fußballspiel oder Boxkampf. 16 Formationen kämpften in Bremen um den Titel des Deutschen Meisters. Jeweils acht Formationen traten in der Latein- und Standardsektion gegeneinander an. Auch die Lateinformation aus Backnang kämpfte neben dem Duo aus Ludwigsburg, als Neuaufsteiger um die Gunst der Wertungsrichter. An Unterstützung mangelte es bei den Murrtalern nicht. Knapp 100 tanzbegeisterte aus dem Großraum Backnang reisten mit nach Bremen und sorgten für lautstarke Unterstützung. Vor der Vorrunde zeigte sich das Trainergespann sehr zuversichtlich. „Wir haben hart trainiert und sind auf den Punkt top fit“, so Fikret Bilge. Der Cheftrainer der Lateinformation kann dieses am Besten beurteilen. Schon elfmal leitete er sehr Erfolgreich eine Formation bei den Titelkämpfen. Auch mental bereitete er die Backnanger auf das große Event vor. Denn die neue Kulisse, vor mehreren tausend Fans, bereitete in der Vergangenheit schon so manchen zittrige Knie. Aber auch dank der Unterstützung von Maik Läpple, dem Physiotherapeuten der Backnanger, wurden Verspannungen schon im Ansatz bekämpft. Somit standen die Zeichen gut für die TSG Vertretung. Selbstbewusst gingen die Tänzer und Tänzerinnen in die Vorrunde. Zwar passierten in dieser noch einige kleinere Patzer, ein guter Gesamteindruck blieb dennoch beim Wertungsgericht. Somit war der Sprung in die Zwischenrunde mit sieben weiteren Teams kein Wunder. Lediglich der 1. TC Ludwigsburg konnte diesen Schritt nicht machen. Der nach dem Rückzug des TSG Bremerhaven in die 1.Bundesliga nachnominiert wurde. „Wir waren gut, aber die einzelnen Fehler müssen wir noch abstellen.“, waren sich Anita Pocz und Rolandas Trembo nach der Vorrunde einig. Für die Zwischenrunde galt es somit noch einmal die Nerven unter Kontrolle zu bringen. Mit voller Konzentration gelang es der Mannschaft in der Zwischenrunde die versprochenen 100% zu zeigen. Das Resultat war ein Augenschmaus. Die TSGler bewiesen mit dieser Darbietung ihre Daseinsberechtigung in der 1.Bundesliga. Nicht nur das Publikum war begeistert. Bilge war entzückt, was bei dem 55-jährigen nicht oft passiert. „Ich hoffe, dass es für den 5.Platz im Finale reicht“ und mit dieser Aussage lag der Familienvater gar nicht so falsch. Zwar klappte der Sprung ins Finale nicht, dies ist aber auf die besonderen Regeln einer Deutschen Meisterschaft zurückzuführen. Die neun Wertungsrichter dürfen nämlich nur noch vier Mannschaften in das Finale werten. Der fünfte Platz erhält somit nur dann eine Startmöglichkeit im Finale, wenn zwischen Platz 4 und 5 noch keine Klarheit herrscht. Aber hier waren sich die Wertungsrichter leider einig. Ins Finale zogen der GGC Bremen mit A- und B-Team, TSZ Velbert und die TSG Lüdenscheid ein. Hier waren die Plätze klar verteilt. Nach einer eindeutigen Wertung wurde der GGC Bremen A-Team zum 4ten Mal Deutscher Meister. Zur Überraschung vieler landete der TSZ Velbert vor dem GGC Bremen B-Team auf Rang 2. Somit vertreten der GGC Bremen A und TSZ Velbert am 29.11.2008 in Wien die Deutschen Farben bei der Weltmeisterschaft der Lateinformationen. Für die TSG Backnang brachte die Deutsche Meisterschaft viele neue Erfahrungen und Eindrücke. „Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht, aber wir sind auf einem guten Weg“, meinte Bilge unter Einverständnis der Trainerkollegen. Zwar musste man sich mit der Residenz Ludwigsburg und der Formationsgemeinschaft Aachen/Düsseldorf den 5.Platz teilen, dies lag aber lediglich daran, dass die Plätze 5 bis 7 nicht mehr ausgetragen wurden. Das Saisonziel für die TSG ist allerdings klar: Platz 5 am Ende der 1.Bundesliga Saison 2008/2009.

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    Christian Breiner - 11.11.2008


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