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Zahlreiche Erfolge bei den Tübinger Tanzsport Tagen

(cb) Tübingen – Vier Backnanger Tanzpaare folgten der Einladung des TSC Astoria Tübingen zu den 21. Tübinger Tanzsport Tagen. Bei einem der größten Turniere innerhalb Deutschlands, konnten gleich drei Backnanger Paare ihre Startklasse gewinnen.
   
Als erste Backnanger Paare mussten Fredrik Böhle/Madleine Herceg, sowie Ralf Bläsing/Jasmin Khalil in der Hauptgruppe D-Latein an den Start. Da sich die Anfahrt schwierig gestaltete, erreichten Böhle/Herceg den Austragungsort erst zehn Minuten vor Turnierbeginn und starteten so etwas nervös in die Vorrunde. Auch Bläsing/Khalil ging es mit der Nervosität nicht besser. Sie erreichten zwar rechtzeitig das Turnier, mussten aber mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Außerdem war dies ihr erstes großes Turnier, was noch zusätzlich für Unruhe sorgte.
Dennoch fiel die Anspannung nach den ersten Tänzen von den Paaren ab. Somit konnten sich beide Paare klar für die Zwischenrunde qualifizieren. Beide tanzten nun ausgelassen und zeigten den Spaß am Tanzsport. Das Erreichen des Finales der beiden Backnanger Paare, versetzte der ohnehin guten Laune einen Schub. Schon nach der ersten Wertung war für Böhle/Herceg klar, dass sie um den Turniersieg kämpfen würden. Die hervorragende Wertung von vier Einsen und einer Zwei konnten sie auch in der darauf folgenden Rumba wiederholen. Durch den damit schon erreichten Turniersieg tanzten sie den letzten Tanz, den Jive, mit sichtlichem Elan und konnten so alle fünf Wertungsrichter überzeugen, sie auf den ersten Platz zu setzen. Fast genau so gut lief es bei Bläsing/Khalil, welche bei ihrem ersten großen Turnierstart gleich einen überzeugenden 2.Platz für sich in Anspruch nehmen konnten.
Im Anschluss ging das Paar Sven Guske/Anna-Sophia Ehleiter in der Hauptgruppe B-Latein an den Start. Insgesamt waren 20 weitere Paare gemeldet, darunter auch einige aus Bayern und Österreich. Guske/Ehleiter starteten selbstbewusst in der Vorrunde mit der Samba, die sauber und sicher getanzt wurde. Im anschließenden Cha Cha Cha zeigten die beiden ihre Stärke aus dem Formationstanzen und tanzten mit viel Power. Im Gegensatz dazu wurde die Rumba mit viel Gefühl und Sinnlichkeit getanzt. Hier spielten sie ihr technisches Können aus, um die Wertungsrichter zu beeindrucken. Den Paso Doble tanzen die Murrtaler sehr ausdrucksstark und hart. Im Anschluss zeigten die einen spritzigen Jive, der auch mit viel Spaß getanzt wurde. Nach einer kurzen qualifizierten sich Guske/Ehleiter mit elf weiteren Paaren für die Zwischenrunde. Die Zwischenrunde verlief nicht ganz so reibungslos wie die Vorrunde. Kleinigkeiten hatten sich eingeschlichen, aber auch der Platzmangel machte den beiden zu schaffen. Doch trotz alledem reichte es für das Finale, das mit sechs paaren getanzt wurde. Darunter auch Paare die Paare aus Bayern und Österreich. Im Finale nahmen die Backnanger noch mal ihre komplette Kraft und Konzentration zusammen und tanzten eine äußerst rhythmische Samba. Dies bemerkten auch die Wertungsrichter und belohnte das Paar mit insgesamt vier von fünf möglichen Einsen. Durch diese Wertung fühlten sich Guske/Ehleiter bestätigt und wollten auch die restlichen Tänze so deutlich gewinnen. Des gelang ihnen auch perfekt. In allen Tänzen bekamen sie vier Mal die Eins und im Paso Doble sogar alle fünf. Somit hatten die Backnanger das Turnier mit 21 von 25 möglichen Einsen gewonnen.
Als letztes Backnanger Paar starte das Ehepaar Manfred und Birgit Haerer in der Senioren II S-Standard Klasse. In ihrem letzten Turnier vor einer anstehenden Operation von Birgit Haerer dominierte das TSG Paar Haerer souverän das Turnier in Tübingen und gewann mit allen 25 Einsen. Aufgrund der geringen Teilnahme wurde die erste Runde als Sichtungsrunde (ohne Wertung) getanzt. Dies kam dem Backnanger Paar sehr entgegen, da sie sich aufgrund der knappen Ankunft in Tübingen nicht eintanzen konnten. In der ersten Wertungsrunde, machten Birgit und Manfred Haerer durch eine sehr gute Leistung im Langsamen Walzer deutlich, dass sie dieses Turnier gewinnen wollten. Sehr erfreut nahmen sie die Wertungen entgegen, die alle fünf Einsen für diesen Tanz beinhaltete. Wie im Langsamen Walzer ging es durch alle Tänze hinweg, und das TSG Paar gab von 25 möglichen Einsen keine einzige ab. Dies war das erste Turnier in ihrer Tanzkarriere, bei dem Birgit und Manfred Haerer alle Bestnoten vom Wertungsgericht erhielten.
Leider muss das TSG Paar nun eine Zwangspause einlegen, da sich Birgit Haerer einer Operation unterziehen muss, deshalb wird in diesem Jahr auf einen Start bei den German Open Championship in Stuttgart verzichtet.
Am nächsten Tag starteten Guske/Ehleiter nochmals in der Hauptgruppe B Latein. Auch an diesem Tag waren einige Paare gemeldet. Noch etwas angeschlagen vom Vortag, tanzten die Backnanger eine verhaltene, aber dennoch fehlerfreie Vorrunde. Nach der Ausrechenpause war klar, dass die beiden die Zwischenrunde erreicht hatten, in der sie ihre Leistung etwas steigern konnten. Schließlich bekamen Guske/Ehleiter auch in der Zwischenrunde genügend Kreuze, um ins Finale einzuziehen.
Hier packten sie noch mal ihre letzten Reserven aus und tanzten eine sehr taktvolle und rhythmische Samba. Bei der offenen Wertung war das Paar knapp auf Platz Zwei. Die Murrtaler kämpften in den nächsten Tänzen um die Einsen. In Rumba, Cha Cha Cha und Paso Doble reichte es leider immer nur für zwei Einsen und somit Platz Zwei bedeutete. Doch den Jive wollten Guske/Ehleiter gewinnen und legten sich richtig ins Zeug. So schafften sie es wenigsten im Jive drei Einsen zu bekommen und gewannen ihn. Am Schluss wurden sie im Gesamtergebnis Zweiter hinter einem Paar aus Bayern.
Auch Bläsing/Khalil wollte es am zweiten Tag der Tübinger Tanzsporttage noch einmal wissen. Beflügelt von dem guten Ergebnis des Vortages ging das noch junge Paar sehr befreit in die Vorrunde. Durch diese Konzentrationsschwäche schlichen sich aber im Laufe der Tänze immer mehr Fehler ein. Dennoch war die Qualität der Backnanger so gut, dass alle fünf Wertungsrichter sie im Finale sahen. Aber auch in dieser konnte das Paar seine gewohnt gute Leistung nicht abrufen. Gesundheitlich Geschwächt und müde vom Vortag langt es lediglich auf den 4.Platz. Trotz des Handicaps war das Nachwuchspaar aus der Backnanger Talentschmiede mit sich unzufrieden und möchte nun die Leistung durch noch mehr Training stetig verbessern.
Aus Backnanger Sicht war dieses Wochenende mal wieder ein Zeichen dafür, dass der Weg des Backnanger Tanzsportes der Richtig ist. Die seit langem gut arbeitende Jugendarbeit trägt immer mehr ihre Früchte davon. Dies ist vor allem für die 1.Bundesliga Formation der Backnanger Lateintänzer wichtig, welche ständig auf junge und gute Tänzer angewiesen ist, um dem hohen Niveau der 1.Bundesliga gerecht zu werden.
   
    Christian Breiner - 01.08.2008


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